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Wesser GmbH
Charlottenplatz 6
0711-1626610
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Frustmanagement
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Frust beim Werben – wer kennt es nicht? Er kann entstehen, wenn viele Gespräche hintereinander ohne Erfolg verlaufen, wenn man nach einem langen Gespräch eine Absage bekommt oder der eigene Aufwand scheinbar nicht im Verhältnis zum Ergebnis steht. Solche Situation belasten oft die eigene Motivation und können sich dadurch auch auf weitere Werbegespräche auswirken.
Abdu und Clara haben sich hierzu ausgetauscht und möchten mit euch teilen, was ihnen geholfen hat, Frust vorzubeugen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Ziel ist es nicht, Frust mit einem Zauberspruch verschwinden zu lassen. Vielmehr geht es darum, eigene “Frustquellen“ frühzeitig zu erkennen und bewusst mit Ihnen umzugehen.
Mögliche Frustquellen:
1. Die Abschlussfrage künstlich hinauszögern
Vor der Abschlussfrage noch lange künstlich Smalltalk führen, um so weitere Sympathiepunkte zu sammeln – kostet oft unnötig Energie und Zeit.
Besser: Schließe den Tablet-Teil deines Gesprächs immer direkt mit der Abschlussfrage ab und gehe dann auf Einwände ein. Danach kann man – wenn es denn der “Flow“ und die Umstände erlauben – ganz entspannt mit der Person plaudern. Smalltalk wirkt natürlicher und macht beiden Seiten mehr Spaß, wenn die Abschlussfrage nicht noch im Kopf mitschwingt. Du sparst Energie und beugst Frust vor.
2. Zu langes Grundgespräch
Viele Werberinnen investieren viel Zeit und Energie in sehr ausführliche Projektbeschreibungen, nur um anschließend zu hören, dass kein Interesse besteht. Gerade höfliche Bürgerinnen lassen einen oft ausreden und äußern ihre Ablehnung erst nach mehreren Minuten – der Frust steigt.
Besser: Wähle 1-2 Projekte, die du selbst richtig gut findest, erkläre diese kurz, prägnant und vor allem mit Begeisterung! Verzichte auf zu viele Details und arbeite lieber mit Betonung, Gestik und Mimik. Zeigt dein Gegenüber Interesse, kannst du später immer noch mit zusätzlichem Wissen glänzen. Aber auch dann: Keep it simple!
3. Perfektionismus
Der Anspruch, jedes Gespräch perfekt zu führen oder jede Person überzeugen zu müssen, führt schnell zu Enttäuschung und Frust.
Besser: Konzentriere dich nicht auf das perfekte Gespräch oder einzelne Misserfolge. Fokussiere dich auf das, was du beeinflussen kannst: deine Haltung, aktives Zuhören, Betonung und Ausstrahlung. Gib dein Bestes an jeder Tür – das Ergebnis liegt nicht vollständig in deiner Hand.
4. Gefühlte Erfolglosigkeit
Nach einigen Stunden ohne Erfolg entsteht schnell der Eindruck, der Tag würde schlecht laufen – Frust entsteht.
Tatsächlich wurden in vielen Fällen noch gar nicht so viele Gespräche geführt. Gerade vormittags sind viele Menschen nicht zu Hause, bzw. es kommen nur wenige am Stand vorbei. Besser: Führe eine Kontaktliste – digital oder mit Zettel und Stift (1 Strich = 1 Gespräch, € = 1 MG). So siehst du, wie viele Gespräche tatsächlich stattgefunden haben, kannst den Tag realistischer einschätzen und Frust vorbeugen.
Abschließend müssen wir realistisch bleiben und klarstellen: Frust gehört zum Werbealltag dazu. Entscheidend ist jedoch, wie wir damit umgehen. Wer die eigenen Frustquellen frühzeitig erkennt und den Fokus auf die Dinge legt, die sich tatsächlich beeinflussen lassen, bleibt langfristig gelassener.